Bewusster Reisen mit Kids – so geht’s!
Aktualisiert: 24. Juni
Zugegeben sicher eine kleine Challenge, aber nicht unmöglich! Die Sommerferien stehen vor der Tür und euer Urlaub soll in erster Linie dazu dienen sich von den Strapazen des Alltags zu erholen (so gut das als Eltern eben geht) 😉 neue Länder & Kulturen kennenzulernen, Spaß zu haben und gemeinsam als Familie eine schöne zu Zeit verbringen.
Was ihr in Bezug auf das Reiseziel, die Anreise, Unterkunft und vorort tun könnt, um die Reiseplanung noch bewusster zu gestalten, erfahrt ihr in diesem Blogpost.

Auswahl des Reiseziels
Wer den nächsten Familienurlaub bewusst, entspannter und eine Insel wie Mallorca nicht mit Millionen anderer Touristen teilen möchte, der kann schon bei der Auswahl des Reiseziels folgendes berücksichtigen.
Regionale Reiseziele: Um den Weg der Anreise so kurz wie möglich zu gestalten, bieten sich (vor allem für kürzere Urlaube) regionale Reiseziele an, vielleicht sogar auch im eigenen Heimatland. Sicher gibt es auch hier noch immer neue Ecken zu entdecken. Überlegt doch mal gemeinsam mit einem Blick auf die Karte wo ihr noch nicht wart. So könnt ihr die Kids auch gleich in die Urlaubsplanung mit einbeziehen.

Hotspots meiden: Ob Venedig, Lissabon, Barcelona oder Mallorca, vor all diesen Hotspots macht "Over-Tourism" keinen Halt. Der bringt viele beliebte Reiseziele und deren Einheimische inzwischen an ihre Belastungsgrenzen. Vor allem Inseln müssen viele Lebensmittel etc. importieren und leiden zunehmend unter Müllproblemen und Wasserknappheit. Wir raten daher - gegen den Strom schwimmen, wenn möglich auf die Nebensaison ausweichen und neue/weniger touristische Reiseziele für euch entdecken.
Anreise
Ob Flugzeug, Schiff, Auto oder Bahn: Je nach Strecke, Auslastung und Verkehrsmittel entstehen unterschiedlich hohe CO₂e-Emissionen. Wenn ihr eure Anreiseoptionen vergleichen möchtet, könnt ihr zum Beispiel den CO2-Rechner von Quarks nutzen. So bekommt ihr eine erste Orientierung, welche Option für eure konkrete Strecke mit weniger berechneten Emissionen verbunden ist.
Flugreisen meiden: Wann immer möglich gilt natürlich Flugreisen meiden. Wer nicht darauf verzichten möchte, kann trotzdem auf Direktflüge, wenig Gepäck und/oder Flughafentransfer mit den öffentlichen Verkehrsmitteln achten. Letzteres ist bei Pauschalreisen z.B. oft inklusive. Weiters könnt ihr euren Flug als kleine "Wiedergutmachung" kompensieren (besser als nichts). Mehr zu dem Thema "Ist eine CO₂-Kompensation bei Flugreisen sinnvoll?" findet ihr hier. Zusätzlicher Tipp für alle Wiener*innen unter euch: Im CAT City Check-In (Shoppingcenter Wien Mitte - The Mall) könnt ihr ab 24h und bis 75 Min. vor Abflug bereits euer Gepäck aufgeben und die Bordkarte entgegennehmen. So könnt ihr bei der Abreise stressfrei die 16-minütige Fahrt zum Flughafen antreten und komfortabel in den Urlaub starten.

Zugreisen: Je nach Strecke und Auslastung kann die Bahn im Vergleich zu Flugzeug oder Auto die Anreise mit geringeren berechneten CO₂e-Emissionen sein. Und für Kids wird die Fahrt oft gleich zum Abenteuer: aus dem Fenster schauen, durch den Zug spazieren, im Bordrestaurant essen oder im Familienabteil mit anderen Kindern spielen. Auch Nachtzüge können eine spannende Alternative sein – zum Beispiel mit eigenem Schlaf- oder Liegeabteil für die ganze Familie. Zusätzlicher Tipp: Viele Zuggesellschaften bieten inzwischen eine (Nach)Sendung des Gepäcks an. So müsst ihr als Familie vor allem bei Zugreisen mit Umstieg weniger schleppen.
Unterkunft
Klein aber fein: Wenn ihr im Urlaub bewusst auswählen möchtet, könnt ihr euch auch kleinere, familiengeführte Unterkünfte ansehen. So unterstützt ihr Betriebe vor Ort und bekommt oft einen direkteren Einblick in die Region. Es lohnt sich über folgende Reiseportale zu informieren: z.B. fairweg.de, bookitgreen.com/de, goodtravel.de, renatour.de
Zertifikate: Wenn ihr wissen möchtet, ob eine Unterkunft bestimmte Umwelt- oder Sozialkriterien erfüllt, können anerkannte Zertifikate eine Orientierung bieten. Wichtig ist dabei: Schaut euch an, wofür das jeweilige Zertifikat steht – zum Beispiel Energie, Abfallmanagement, Lebensmittelherkunft, Mobilität oder soziale Kriterien. Informiert euch über folgenden Link: Nachhaltigkeits-Zertifikate und Siegel für Hotels im Überblick.

Bio-Hotels: Auch BIO-HOTELS®. können eine passende Option sein, wenn euch Bio-Verpflegung und klar definierte Standards bei der Unterkunft wichtig sind. Achtet bei der Auswahl darauf, welche Kriterien für das jeweilige Hotel gelten und welche Informationen zur Bio-Zertifizierung, Verpflegung und Herkunft der Lebensmittel angegeben werden. Dabei bieten sie Reiseziele in Österreich, Deutschland, Italien, Slowenien und Griechenland an. Und natürlich haben die BIO HOTELS® auch Familienhotels und Hotels mit Kinderbetreuung in ihrem Repertoire. Dabei warten Familienzimmer, Bio-Essen für Klein & Groß, Tiere, Abenteuer in der Natur und vieles mehr auf euch.
Vorort
Zu guter Letzt noch ein paar Ideen, wie ihr euren Aufenthalt vor Ort mit Kleinigkeiten easy etwas grüner gestalten könnt.
Auch Vorort kurze Strecken zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen, viele Unterkünfte bieten oft einen günstigen oder kostenlosen Fahrradverleih an. Falls ihr euch für einen Mietwagen entscheidet, muss es ja vielleicht kein SUV sein. ;)
Die Natur vorort respektieren und auf gekennzeichneten Wegen bleiben.
Anstatt All-Inclusive Buffets (bei dem es zwar viel Auswahl gibt, aber leider oft auch viel übrig bleibt und entsorgt wird) kleine, authentischen Restaurants mit einheimischen Spezialitäten unterstützen.
Auch beim Einkaufen im Urlaub auf Aspekte wie bio, regional, saisonal & unverpackt achten.
Eigene Jutebeutel/Rucksack, Flaschen und Jausenboxen mitnehmen, um Plastik zu sparen (falls nicht möglich auf recyclierte Verpackungsmaterialien/Inhaltsstoffe achten).
Müll mitnehmen/entsorgen und auch im Urlaub (soweit möglich) auf richtige Mülltrennung achten. Wenn ihr als Familie aktiv werden möchtet, könnt ihr euch über lokale Clean-up-Aktionen informieren und prüfen, ob eine Teilnahme für euch passt.
In der Unterkunft könnt ihr Strom sparen, indem ihr Licht, Klimaanlage oder Heizung ausschaltet, wenn ihr das Zimmer oder die Ferienwohnung verlasst.
Wenn möglich, könnt ihr auf den täglichen Wechsel von Handtüchern und Bettwäsche verzichten.

Beim Sonnenschutz könnt ihr auf die Angaben der Hersteller achten – zum Beispiel zu UV-Schutz, Inhaltsstoffen, Anwendung und Hinweisen für die Nutzung im Wasser. Wichtig bleibt: Sonnencreme ersetzt nicht Schatten, Kopfbedeckung, Kleidung und ausreichend Pausen vor direkter Sonne. Für Kinder kann außerdem ein Kapuzenhandtuch praktisch sein. Wenn euch Materialangaben wichtig sind, achtet auf konkrete Informationen wie „100 % Bio-Baumwolle“ oder entsprechende Textilzertifizierungen, z.B. erhältlich bei Herr und Frau Klein.
Ihr fragt euch, wie die Zeit auf langen Urlaubsreisen mit Kids überbrücken? Einige klassische und neue Spiele-/Rätsel-/Bastel-Ideen für unterwegs findet ihr auf unserem Blog.
Photo Credits
José Carrillo: https://unsplash.com/de/fotos/sqrAHSoc0bE
Porapak Apichodilok: https://www.pexels.com/de-de/foto/person-die-world-globe-facing-mountain-halt-346885/
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